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Januar 2018 – Karies-Alarm bei Kleinkindern

Erfreulicherweise ist Karies bei den bleibenden Kinderzähnen in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Die Gründe dafür sind vor allem die bessere häusliche Zahnpflege und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung, ganz erheblich aber auch die systematische Prophylaxe beim Zahnarzt.

Leider gilt die positive Bilanz nicht für sehr kleine Kinder und ihre Milchzähne: Nach aktuellen Studien hat ein beträchtlicher Anteil der zweieinhalbjährigen Kinder Karies – mit steigender Tendenz. Dabei ist die Verteilung in den Bevölkerungsschichten sehr unterschiedlich: Karies tritt wesentlich häufiger bei Kindern aus sozial schwachen Familien auf.

Die Ursachen für diese sogenannte frühkindliche Karies oder auch „Nuckelflaschenkaries“ sind vor allem eine ungenügende Zahnpflege durch die Eltern und ein zu hoher bzw. zu häufiger Zuckerkonsum, zum Beispiel durch süße Tees, Säfte oder sogar Cola in Nuckelflaschen.

Außerdem wird frühkindliche Karies oft nicht entdeckt, weil viele Eltern mit ihren Kindern zu spät zum Zahnarzt gehen und die Zähne untersuchen lassen. Karies kann schon bei den ersten Zähnen auftreten. Ein Grund für dieses Verhalten ist wohl der immer noch verbreitete Glaube, Milchzähne seien nicht so wichtig, da sie sowieso ausfallen.

Kariesfrei erwachsen werden ist möglich

Mittlerweile weiß man: Kinder können heutzutage durchaus kariesfrei erwachsen werden – und zwar durch eine früh beginnende Zahnpflege, die Vermeidung von Ernährungsfehlern und frühe Kontrollbesuche beim Zahnarzt mit den entsprechenden Prophylaxemaßnahmen. Statistiken zeigen: Je eher der Besuch beim Zahnarzt erfolgt, desto weniger Karies entsteht.

Bessere Vorsorge durch Änderungen im „Gelben Heft“

Seit Juli 2016 enthält das Kinderuntersuchungsheft (das „Gelbe Heft“) bei den Untersuchungen vom sechsten Lebensmonat bis zum sechsten Lebensjahr (U 5 bis U 9) sogenannte Verweise vom Kinderarzt zum Zahnarzt. Durch diese Änderung soll gewährleistet werden, dass Eltern die Zähne ihrer Kinder früher als bisher untersuchen lassen. Damit ist ein wichtiger Schritt für gesündere Kinderzähne getan.

 

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